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Allgemeines zur Osteopathie
Wann ist Osteopathie sinnvoll?

Grundsätzlich ist jedes lebendige Gewebe behandlungsfähig. Das bedeutet, dass Menschen jeden Alters und jeder Konstitution erfolgreich behandelt werden können. Der Osteopath konzentriert sich dabei nicht auf die einzelnen Krankheiten, sondern auf den gesamten kranken Menschen, unter Anerkennung seiner individuellen Einzigartigkeiten. Werden so Mobilitätsstörungen in den verschiedenen Geweben behoben, können sich damit verbundene schädliche Kompensationen und daraus entstehende Symptome (Krankheiten) auflösen.

 

Eine andere Art Medizin

Leben ist Bewegung. Für unser Auge meist nicht sichtbar herrscht in allen Teilen unseres Körpers ein ständiger Fluss an energetischen Spannungen (physikalisch, chemisch, etc.). Zahllose lebendige Systeme und deren komplexe Verknüpfungen bestimmen jeden Moment unseres Lebens. Wir nehmen nur einen Bruchteil dessen wahr, was an ständigen Bewegungen und Veränderungen in uns vor sich geht. Wie jedes komplexe lebendige, System versucht auch der menschliche Organismus all diese Bewegungen und Veränderungen in einem harmonischen Gleichgewicht zu halten. Dieses individuelle Gleichgewicht kann man auch „Gesundheit" nennen. Da wir vielen inneren und äußeren Einflüssen ausgesetzt sind liegt es in der Natur der Sache, dass das angesprochene Gleichgewicht einmal mehr und einmal weniger erreicht werden kann. Selbstregulierungskräfte bewirken eine Stabilisierung in der Nähe des Gleichgewichts. Bei Verlust dieser Stabilität durch physische (Unfall, Haltung, Umwelt, etc.), psychische (Arbeit, Familie, etc.) und / oder hygienische ( Erkältung, Alkohol, Rauchen, etc. ) Einflüsse können individuelle Störungen entstehen. Mit seinen langjährig geschulten Händen versucht der Osteopath über die Gewebemobilität des Patienten die Ursachen der Störungen zu finden. Danach unterstützt er mit weichen und überwiegend mehr begleitenden als manipulierenden Techniken an verschiedenen Geweben die Mobilität der dortigen Strukturen. Ziel jeder Behandlung ist es, den individuellen Normalzustand sämtlicher Gewebe im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten wieder herzustellen. Im Vertrauen auf die Vollkommenheit der Natur und damit auch dem Funktionieren des menschlichen Organismus überlässt der Osteopath dann die Patienten ihren Selbstheilungsmechanismen die nun wieder greifen können. Nach osteopathischer Auffassung ist ein langfristig erfolgreiches Ergebnis nur zu erwarten, wenn der Organismus aus sich selbst heraus über die Selbstheilungskräfte die Ursachen der funktionellen Störungen behebt. Nur so erreicht der gesamte Organismus wieder sein Gleichgewicht, d. h. die sich bewegenden Systeme sind im Fliessgleichgewicht und die zuvor gestörten Systeme funktionieren ihren Aufgaben entsprechend. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Behandlungsdauer. Osteopathen sind der Ansicht, dass eine langfristige Veränderung im Gewebe nur dann erreicht werden kann, wenn ihm Zeit zur eigenständigen Reaktion gegeben wird. Bei geduldiger und sanfter Vorgehensweise gibt man dem Gewebe eine maximale Chance noch während einer Behandlung oder in den anschließenden Tagen den Weg zurück in das verlorene Gleichgewicht zu finden. Osteopathie ist somit keine„ Hau-Ruck Methode " und auf den ersten Blick nicht so sektakulär wie z. B. die Chiropraktik, aber genau hier liegt die Stärke dieser Behandlungsmethode.
 

Wie steht die Osteopathie zur Schulmedizin?

Die Osteopathie stimmt in theoretischen Bereichen mit der Schulmedizin und anderen bekannten Naturwissenschaften (Anatomie, Physiologie, Pathologie, bzw. Physik, Chemie, etc.)weitestgehend überein. Der Osteopath arbeitet dabei schwerpunkt- mäßig im Bereich funktioneller Störungen die zwar evtl. schon Schmerzen oder andere Symptome beim Patienten verursachen können, häufig aber aufgrund ihres feinstofflichen Charakters noch nicht durch die

Medien der Schulmedizin (Blutuntersuchung, bildgebende Verfahren, etc.) zu erfassen sind. Aber auch bei „konkreten" Krankheitsbildern wie Bandscheibenvorfall, Tinnitus, Schulterbeschwerden (PHS), Menstruationsbeschwerden, etc. wurden und werden bemerkenswerte Erfolge erzielt.

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