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Ausbildung
Gut ausgebildete Osteopathen absolvieren eine fünf bis sechsjährige berufsbegleitende Ausbildung. Voraussetzung für eine Osteopathieausbildung ist ein abgeschlossenes Physiotherapeutisch / Krankengymnastisches oder Ärztliches Studium. In Deutschland gibt es noch sehr wenig Osteopathen was größtenteils an der langwierigen, intensiven sowie sehr teuren Ausbildung und an der Struktur des Deutschen Gesundheitssystems liegt. Osteopathie ist eine rein manuelle Medizin. Das heißt, die Werkzeuge des Therapeuten sind ausschließlich seine Hände. Mit ihnen tastet er Schmerz, fühlt, streichelt, übt sanften Druck aus, lockert und löst Blockaden im menschlichen Organismus, die das ganze Körpersystem mehr oder weniger massiv beeinträchtigen können. Der Körper gleicht dabei einem großen Uhrwerk mit zahllosen Zahnrädern, die alle ineinander greifen und in der Gesamtheit funktionieren. Hakt es an einer Stelle, führt das zu Komplikationen im gesamten System. Der Mensch reagiert mit Schmerzen, die sich falsch oder nicht behandelt häufig in chronische Beschwerden umwandeln. Diese Beschwerden führen nicht selten zu irreversiblen Schädigungen.
Mit den Händen ertastet der Therapeut und reguliert Läsionen in Gelenken, Nervensystemen, Organen, Muskel und Körperfascien. Die Grundüberzeugung der Osteopathen ist nämlich, dass alles Leben Bewegung ist, was sich bis in die kleinste Zelle des menschlichen Organismus erstreckt. Starre Verbindungen gibt es im menschlichen Körper nicht. Tatsächlich ist unser Organismus in all seinen Teilen beweglich. Und das nicht nur in den Gelenken, sondern auch dort, wo innere Organe aneinander grenzen. Ist die Bewegungsfreiheit irgendwo an diesen Berührstellen gestört, was durch eine Entzündung oder eine Verspannung der Fall sein kann, sind Schmerzen oder gar Krankheiten vorprogrammiert.
Das Ziel der Osteopathie ist es, die Beweglichkeit zu erhalten oder wieder herzustellen. Sie gliedert sich in 4 Teilgebiete:
das parietale System ( Knochen, Muskel, Gelenke) Die Gesamtheit der Gelenke und Knochen (osteoartikulärer Bereich).
das viscerale System (Organe, Blutgefässe)
Die inneren Organe und deren Zusammenhänge zum Gesamtorganismus (visceraler Bereich).
das craniale System (Schädelknochen, Suturen, Falx, Hirnflüssigkeit). Die Verbindung zwischen Schädel- und Kreuzbein (cranio-sacraler Bereich)
Das fasciale System (Fascien, Rhythmen) Die Verbreitung sämtlicher Rhythmen des gesamten Organismus (Ossär, Visceral, cranio-sakral, parietaler Bereich)
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